Oberflächenspannung
Messmethoden der KRÜSS-Tensiometer - Eine theoretische Einführung
Die Messmethoden der KRÜSS-Tensiometer basieren auf physikalisch-theoretischen Grundlagen, die in der langen Forschungsgeschichte der Oberflächenphysik und -chemie gelegt worden sind. Diese theoretische Einführung verschafft Ihnen einen Einblick in die wissenschaftliche Basis für Ihre Messungen mit unseren Tensiometern.
Ober- und Grenzflächenspannungen
Zwischen den Molekülen innerhalb einer Flüssigkeit und denen eines nicht in der Flüssigkeit löslichen flüssigen oder gasförmigen Stoffes finden Wechselwirkungen statt, die zu der Ausbildung einer Grenzfläche führen. Um diese Grenz- oder Oberfläche zu verformen, muss Energie aufgewendet werden. Die zur Verformung einer gegebenen Fläche zu verrichtende Arbeit wird als Grenz- oder Oberflächenspannung bezeichnet.
KRÜSS-Tensiometer ermitteln die Oberflächen- oder Grenzflächenspannung mit Hilfe eines an einer Präzisionswaage hängenden optimal benetzbaren Messkörpers; einem Ring oder einer Platte. Mit Hilfe eines höhenregelbaren Probenträgers wird die zu vermessende Flüssigkeit mit dem Messkörper in Kontakt gebracht. Sobald der Messkörper die Fläche berührt, wirkt eine Kraft auf die Waage. Bei Kenntnis der Länge des Messkörpers (des Ringumfangs oder der Plattenlänge) kann aus der gemessenen Kraft die Spannung der Grenz- oder Oberfläche berechnet werden.
Eine weitere Voraussetzung ist eine sehr hohe Oberflächenenergie der Messkörper. Daher wird für den Ring eine Platin-Iridium-Legierung und für die Platte angerautes Platin verwendet.


