Newsletter - 2004/12 - Ausgabe 08
Mehr als nur Konturen zu erkennen: DSA3
Die neue KRÜSS DSA3-Software zur Tropfenkonturanalyse basiert auf einem komplett neuen, wohl durchdachten Konzept. Entwurf und Programmierung der Software gründen auf unserer jahrelangen Erfahrung auf diesem Gebiet. Vor allem sollte DSA3 noch flexibler und leistungsstärker sein als unsere bewährte DSA1-Software, aber zugleich so einfach zu handhaben wie möglich.
Ein Ergebnis der Entwicklung ist die Einführung von „Measurement Templates (MT)“. Diese Messvorlagen definieren speicher- und abrufbare Messabläufe: einfache wie die Bestimmung von statischen Kontaktwinkeln oder Grenzflächenspannungen, herausfordernde wie die Ermittlung der Kontaktwinkelhysteresis oder so komplexe wie die Bestimmung der freien Oberflächenenergie (SFE) einer gesamten Festkörperfläche mit SFE-Mapping. Der Start einer solchen Prozedur erfolgt mit nur einem Mausklick und ist beliebig wiederholbar.
Erstellt, bearbeitet und verwaltet werden solche Messvorlagen, die MT’s, im einfach zu bedienenden MT-Wizard. Der MT-Explorer wiederum macht es möglich, die Vorlagen in einer windows-gemäßen Ordnerstruktur zu verwalten. Auch Userprofile können ohne Weiteres erstellt werden: Je nach Rechtevergabe können Messroutinen erzeugt und bearbeitet oder lediglich ausgewählt und ausgeführt werden.
Ein weiterer Bau- und Meilenstein der Software DSA3 ist eine neue Ergebnis-Datenbank, die über den „DSA-Result-Explorer“ verwaltet wird. Hier können Messdaten nicht nur angezeigt werden, sondern in weitere Berechnungen eingehen; hier werden Messberichte und Präsentationen erstellt, und hier befindet sich der „Marktplatz“ für den Import und Export der Daten in 14 verschiedenen Formaten, darunter MS Excel, MS Word, PDF und HTML.
Die Messberichte und Präsentationen basieren ebenfalls auf Vorlagen, die mit Hilfe eines graphischen „Report Designers“ gezielt angepasst werden können. Auf einfache Weise entstehen so Messberichte im eigenen Design.
Von der erstaunlichen Vielzahl von Neuerungen und den Anwendungsmöglichkeiten von DSA3 erfahren Sie bald mehr.
Neues vom Labortisch: LabDesk 3.1
Neue Messmethoden und erfüllte Kundenwünsche – Unser LabDesk-Team präsentiert einige Bereicherungen der Universal-Tensiometersoftware von KRÜSS.
Für die Tensiometrie ist die Vielfalt der möglichen Messgeometrien erweitert worden: Die Benutzung des Stabes neben der Ring- und Plattengeometrie ist jetzt sowohl für Oberflächenspannungen als auch für die Messung von Grenzflächenspannungen (GFS) verwendbar. Die GFS-Methode ist noch durch ein weiteres Feature ergänzt worden: Das Tara des Messkörpers in der leichten Phase kann gespeichert und für weitere Messungen verwendet werden – dadurch entfällt ein bisher notwendiger Schritt in der Messprozedur.
Das Verhalten von Tensiden an einer Flüssig-flüssig-Grenzfläche ist ein ganz anderes als das an einer Oberfläche – entsprechend ändert sich auch die Neigung zur Mizellenbildung. Eine interessante Anwendung ist daher die Messung der CMC über die Grenzflächenspannung, eine weitere neue Methode in der Version 3.1.
Bisher eine Nebenanwendung für Vergleichsmessungen und jetzt ausgebaut zur wissenschaftlichen Methode: Die Rede ist von der Sedimentationsmessung. Der integrierte Auswerte-Assistent für die Sedimentationsmethode erlaubt die Bestimmung der Teilchengrößenverteilung eines Sediments – ein wichtiges Werkzeug zur Charakterisierung von Dispersionen.
Weitere Entwicklungsarbeit galt der Datenverwaltung und den Auswerteoptionen – hier gibt es eine Vielzahl kleiner Fortschritte, die in ihrer Gesamtheit einen großen Qualitätssprung und mehr Bedienkomfort bedeuten. Zum Beispiel die gemeinsame Darstellung von Messungen aus verschiedenen Datenbanken, Verlängerungen von Regressionslinien bis zu den Achsen, Markieren und Ausblenden von Ausreißern, und, und, und...
Einige Neuerungen gehen auf Anregungen unserer Kunden zurück – vielen Dank daher für die sachkundigen Rückmeldungen!
Als Update ist LabDesk 3.1 zu attraktiven Konditionen bei uns erhältlich. Wenn Sie LabDesk vor weniger als 12 Monaten gekauft haben, erhalten Sie das Update sogar kostenlos – wenden Sie sich gerne an uns.
Eine Klimaanlage für Ihre Proben
Dank unserer Fortschritte bei der Entwicklung von Kontaktwinkelmessgeräten können immer präzisere Messungen vorgenommen werden – wie etwa beim DSA100. Doch gerade wegen der zunehmenden Genauigkeit kommt einer genau definierten und reproduzierbaren Probenumgebung eine immer größere Bedeutung zu.
Messungen unter hoher Temperatur oder hohem Druck sind mit KRÜSS-Geräten schon seit langer Zeit zu realisieren. In den meisten Fällen wird aber nach wie vor unter Raumbedingungen gemessen – in denen die wechselhaften Temperatur- und Feuchtigkeitsbedingungen zu Messwertschwankun-gen führen.
Bisher ist gerade die Luftfeuchtigkeit bei vielen Messungen vernachlässigt worden, und ihr Einfluss auf die Messergebnisse konnte nicht quantitativ ermittelt werden. Denn weil bei einer Änderung der Temperatur sich auch die relative Luftfeuchtigkeit ändert, war es bislang nicht möglich, eine Messreihe bei verschiedenen Temperaturen, aber konstanter Luftfeuchtigkeit durchzuführen.
Lösungen für dieses Problem bietet eine Neuentwicklung von KRÜSS: die Humidity Chamber. Mit ihrer Hilfe ist es nun möglich, Temperatur und Luftfeuchtigkeit über einen weiten Bereich präzise und unabhängig voneinander zu regeln und den Einfluss dieser Größen auf den Kontaktwinkel zu ermitteln. Und nicht zuletzt kann durch eine erhöhte Luftfeuchtigkeit das Verdunsten einer wässrigen Probe minimiert werden – besonders wichtig für Langzeitmessungen und für Messungen bei hohen Temperaturen.




