Newsletter - 2008/12 - Ausgabe 20

Der Nässe keine Chance! Grenzflächenwissenschaft für optimalen Holzschutz

Vor etwa 80 Jahren entwickelte Dr. Karl Wolman das Verfahren der Kesseldruckimprägnierung von Holz. Dank dieser Technik dringen Wirkstoffe tief und gleichmäßig in das Holz ein – so ist es langfristig vor Holzschädlingen und Pilzbefall geschützt und für den Außeneinsatz gewappnet. Druckbehandeltes Holz wird in verschiedenen Klassen gehandelt, die sich nach der absorbierten Wirkstoffmenge je Kubikmeter richten und den Einsatzbereich für das Holz angeben – je nach Belastung durch Umgebungsbedingungen wie Bodenkontakt oder Nässe.

Um auch die Oberfläche vor Witterungseinflüssen zu schützen, wird das druckbehandelte Holz häufig zusätzlich beschichtet – hunderte von Produkten zur Abschlussbehandlung sind derzeit auf dem Markt. Unsere Applikationsabteilung arbeitet mit verschiedenen Herstellern zusammen und untersucht, welchen Einfluss die Druckbehandlung des Holzes und der Wirkstoffgehalt auf die Langzeitstabilität eines solchen Coatings haben. Die Ermittlung der Grenzflächenspannungen im Dreieck Coating, Wasser und Holz bringt Aufschluss.

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Praxis der Kontaktwinkelmessung (5): Modelle nach Maß - vom Kontaktwinkel zur Oberflächenenergie

Die Bestimmung der freien Oberflächenenergie (OFE) eines Festkörpers ist die Königsdisziplin der Kontaktwinkelmesstechnik. Die Methode macht dem Anwender wichtige Informationen zur Materialoberfläche zugänglich, etwa zur Benetzbarkeit und Adhäsivität. Um eine Messung zu planen und aus den Ergebnissen die richtigen Schlüsse zu ziehen, ist eine gute Kenntnis der zugrunde liegenden wissenschaftlichen Modelle hilfreich.

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