Besser sehen, besser aussehen –
Die Prismaoptik des DSA100
Funktionalität und Design zu einer organischen Einheit verschmelzen – diesen Anspruch stellen unsere Entwickler an alle Komponenten des Kontaktwinkelmessgerätes DSA100.
Ein Beispiel dafür ist der patentierte Aufbau des optischen Systems, der unser Gerät auszeichnet.

Enger Horizont
Herkömmliche Kontaktwinkelmessgeräte arbeiten mit einem geraden Strahlengang – Beleuchtung, Probe, Linsensystem und Kamera liegen auf einer Achse. Diese auf den ersten Blick logische Anordnung hat jedoch gleich mehrere Nachteile.
Zum einen hat die Kameraseite zusammen mit dem Linsensystem eine beträchtliche Länge. Die Breite des Gerätes wird also wesentlich durch die Länge der Optik-Anordnung bestimmt und steht nicht – wie es eigentlich sein sollte – für breite Proben zur Verfügung. Und da das Objektiv sich genau auf der Probenebene befindet, wird die Größe der Probenfläche zusätzlich durch den Arbeitsabstand des Objektivs begrenzt.

Hinzu kommt folgendes Problem: Will man nicht das gesamte Gerätegehäuse verbreitern, dann ragt das optische System mitsamt Kamera heraus - eine der teuersten und empfindlichsten Komponenten von Kontaktwinkelmessgeräten ist mechanischer Belastung und Verschmutzung ausgesetzt.
Eine weitere Schwierigkeit stellte bisher die Neigungsjustierung dar: Mit der Neigungsverstellung änderte sich die Lage des Tropfens im Bild. Lästiges Nachregeln der Tropfen-Basislinie und möglicherweise sogar der Probenhöhe war die Folge.
Weiter Blick
Das KRÜSS-Patent löst alle genannten Probleme mit einem Streich, genauer:
Mit einer neigbaren und mit einem Prisma versehenen Optik. Das Tropfenbild wird so umgelenkt, dass die Kamera senkrecht zur optischen Achse liegt und sicher in einem Gehäuse oberhalb der Probenebene verstaut werden kann. Das sichert die Kamera und verringert die Gesamtbreite des Gerätes - und sieht, nebenbei bemerkt, besser aus. Dabei handelt man sich hinsichtlich der Darstellungsqualität keinerlei Nachteile ein, wenn man, wie beim DSA100, – auf hochwertige Prismen und genau rechtwinklige Anordnung achtet.
Der schlagende Vorteil dieser Konstruktion liegt darin, dass der Arbeitsabstand des Objektivs für die mögliche Probengröße keine Rolle mehr spielt. Denn anders als die Optik bei der horizontalen Anordnung kann das Prisma auch oberhalb der Probenebene liegen. Eine große Probe kann sich also direkt unterhalb des Prismas befinden und trotzdem problemlos vermessen werden.

Beim mobilen Kontaktwinkelmessgerät GH100, das schon länger nach diesem Prinzip arbeitet, kann sogar das gesamte Gerät auf die Probe gestellt werden (sehen Sie ein GH100 im Gebrauch).

Auch das Neigungsproblem ist gelöst. Die neigbare Optik des DSA100 wird genau um die Bildmittelachse gekippt. Auf diese Weise verhindert sie, dass sich die Lage des Tropfens im Bild verändert, so dass einmal eingestellte Optik- und Probenhöhenparameter nicht mehr nachjustiert werden müssen. Zudem ist die rechtwinklige Anordnung immer gewährleistet, so dass es nicht zu Verzerrungen des Tropfenbildes kommen kann.
Raum gespart, Zeit und Sicherheit gewonnen, das Erscheinungsbild verbessert – eine einfache Idee mit großer Wirkung.


