Blasendruck

Konzentrationsabhängigkeit der Oberflächenspannung

Neben der chemischen Struktur übt auch die Konzentration einen entscheidenden Einfluss auf die Oberflächenspannung aus. Der Gleichgewichtswert der Oberflächenspannung ist um so kleiner, je mehr Moleküle sich an der Oberfläche anlagern. Er erreicht sein Endniveau, wenn die Oberfläche vollständig besetzt ist und keinen Platz für weitere Moleküle bietet. Wird ab diesem Punkt die Konzentration weiter erhöht, dann lagern sich Tensidmoleküle im Inneren der Lösung zu Aggregaten, so genannten "Mizellen" zusammen.

Die Konzentration, bei der dieser Effekt auftritt, wird als "Kritische Mizellbildungs-Konzentration" (CMC) bezeichnet. Sie ist eine wichtige Kenngröße für Tenside.

Für Methoden zur Messung der dynamischen Oberflächenspannungen gilt nun, dass Sie häufig erst oberhalb der CMC sinnvolle Aussagen liefern. Die Konzentration hat dann nämlich nur noch Einfluss auf die zeitliche Abhängigkeit der Oberflächenspannung, aber nicht mehr auf ihren stationären Wert. In der folgenden Darstellung werden die Messbereiche von statischen und von dynamischen Methoden (z.B. die Blasendruckmethode) illustriert: