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Galvanik

Grenzflächen-Messverfahren für die Charakterisierung und Konzentrationsprüfung von Netzmitteln

Für die Qualität einer Galvanisierung spielt der gute und gleichmäßige Oberflächenkontakt zwischen dem Galvanikbad und dem zu beschichtenden Material eine wichtige Rolle. Unsere Messinstrumente überwachen dazu die Oberflächenspannung ebenso wie die Konzentration des Netzmittels im Bad. Sie erlauben zudem eine Ursachenanalyse unerwünschter Schaumbildung und helfen, sachgerechte Maßnahmen zur Schaumvermeidung zu treffen.

Untersuchung der Wirksamkeit und Leistungsfähigkeit des Netzmittels

Das Galvanikbad mit den Metallionen enthält Tenside als Netzmittel. Diese Substanzen stellen sicher, dass die Oberflächenspannung des Bades niedrig genug ist, um eine gleichmäßige Verteilung auf der zu beschichtenden Fläche zu erreichen und auch in kleine Lücken einzudringen. Durch den richtigen Einsatz eines Tensids kann darüber hinaus erreicht werden, dass sich im beschichteten Metall durch die an der Kathode entstehenden Wasserstoffblasen keine Lunker bilden.

Mit unseren Tensiometern kann die Oberflächenspannung, der wichtigste Indikator für die Benetzungseigenschaften einer Flüssigkeit, exakt festgestellt werden. Die Messung der kritischen Mizellbildungskonzentration (CMC) mit der gleichen Technik liefert Daten zur Effizienz des Tensids.

Messung der Netzmittel-Konzentration über die dynamische Oberflächenspannung

Um eine wirksame, gleichzeitig aber auch wirtschaftliche Dosierung der Tenside sicherzustellen, empfiehlt sich eine Prüfung der Konzentration des Netzmittels durch die Bestimmung der konzentrationsabhängigen Oberflächenspannung. Im Konzentrationsbereich oberhalb des CMC, wie bei Beschichtungsbädern üblich, ändert sich die statische Oberflächenspannung allerdings mit zunehmender Konzentration nicht weiter. Glücklicherweise ist die mit unseren Blasendruck-Messgeräten ermittelte dynamische Oberflächenspannung jedoch konzentrationsabhängig und daher ein guter Indikator für den über die Zeit auftretenden Tensidverlust. Unser Labormessgerät BP100 kann für die Erstellung einer Kalibrierkurve eingesetzt werden, für sofortige Konzentrationstests direkt im Beschichtungsbad steht Ihnen unser mobiles Instrument BP50 zur Verfügung.

Analyse von Schaumbildungstendenz und Schaumstabilität

Der erwünschte Effekt eines Tensidzusatzes ist die Reduzierung der Oberflächenspannung. Unerwünscht ist dagegen das Risiko der Schaumbildung. Unsere Schaum-Analysetechniken bieten ausgezeichnet reproduzierbare Methoden für die Bewertung der Schäumbarkeit einer Lösung und der Stabilität des entstehenden Schaumes. Sie sind darüber hinaus ein leistungsstarkes Tool für die Beurteilung der Eigenschaften zugesetzter Schauminhibitoren.

KRÜSS Applikationsberichte

AR267: Schäumverhalten und Schaumstabilität wässriger Tensidlösungen

Das Schäumverhalten und die Schaumstabilität dreier geringschäumender Tenside werden charakterisiert. Daten grenzflächenrheologischer Messungen zeigen eine gute Korrelation mit Ergebnissen der Schaumhöhenmessung.