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Herstellung von Latex

Untersuchungen zur Benetzung von Eintauchformen und zur Dispersions- und Emulsionsstabilität

Latex ist eine in der Regel wässrige Polymerdispersion für die Herstellung elastischer Materialien oder als Binder oder Klebemittel. Zur Benetzung von Eintauchformen und zur Stabilisierung der Dispersion werden Tenside eingesetzt.

Unsere grenzflächenchemischen Messinstrumente unterstützen die Qualitätssicherung bei der Herstellung stabiler Polymerdispersionen und helfen Rezepturen zu optimieren. Die getrennte Oberflächenanalyse der Lösung und der festen, pulverförmigen Polymere ergeben Ausgangsdaten für eine gezielte Einstellung des Gemisches.

Benetzung von Eintauchformen

Beim Eintauchen einer Form in die Polymerdispersion ist eine gute Benetzung der Form durch die Flüssigkeit wichtig. Zu diesem Zweck werden Tenside eingesetzt, welche die Oberflächenspannung der Lösung verringern.

Unsere Messinstrumente für die Oberflächenspannung helfen bei der Qualitätskontrolle und überprüfen präzise die Einhaltung festgelegter Grenzwerte.

Die Effizienz von Tensiden charakterisiert unser Force Tensiometer – K100 vollautomatisch anhand der kritischen Mizellbildungskonzentration (CMC), welche den Tensidgehalt für die maximale Absenkung der Oberflächenspannung beschreibt.

Ergänzend kann die Benetzbarkeit und freie Oberflächenenergie der Überzugform mit unseren Kontaktwinkel-Messinstrumenten bestimmt werden. Die so ermittelbare Adhäsionsarbeit beschreibt die Haftung auf der Form. Diese sollte möglichst niedrig sein, damit das Produkt nach dem Trocknen einwandfrei abgelöst werden kann.

Untersuchungen von Stabilisatoren und Polymerpulvern

Auch bei der Stabilisierung der Dispersion spielen Tenside eine wichtige Rolle, da die Polymerpartikel zum Koagulieren neigen. Dieses Risiko ist umso geringer, je besser die Benetzung und je kleiner die Grenzflächenspannung zwischen Polymer und Lösung ist.

Neben der Oberflächenspannung der wässrigen Phase kann unser Tensiometer K100 die freie Oberflächenenergie des festen Pulvers mit der Washburn-Methode ermitteln. Es entsteht ein Gesamtbild der Grenzfläche zwischen Pulver und Lösung, das die gezielte Anpassung einzelner Parameter ermöglicht.

Grenzflächenspannungsmessung für die Emulsionspolymerisation

Häufig werden Polymerdispersionen durch Emulsionspolymerisation in der wässrigen Phase gewonnen. Für die Stabilität dieser Emulsion sind ebenfalls die zudosierten Tenside verantwortlich. Die Grenzflächenspannung beeinflusst außerdem die Tröpfchengröße und damit auch die Teilchengröße im Polymerisat. Für die Messung der Grenzflächenspannung verfügen unsere Kraftsensor-Tensiometer über präzise Methoden.

Die Zeit, welche Tenside zur Verringerung der Grenzflächenspannung einer neu gebildeten Grenzfläche benötigen, hängt von der Mobilität der Moleküle ab. Um den schnellen Vorgang des Mischens abzubilden, misst unser Drop Volume Tensiometer – DVT50 die dynamische Grenzflächenspannung in einem großen Grenzflächenalterbereich.

Untersuchung der Schaumbildung

Schaumbildung ist eine unerwünschte, mögliche Nebenwirkung der Tensidaddition bei der Latexproduktion. Unser Instrument Dynamic Foam Analyzer – DFA100 zur Schaumanalyse verfügt über Methoden zur reproduzierbaren Messung der Schäumbarkeit und Schaumstabilität von Tensidlösungen und Emulsionen. Auch die Wirkung schaumhemmender Mittel kann mit unserer Messtechnik quantifiziert werden.

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